Vinho_1._Photo_-_Joo_Paulo.jpgDie offiziellen Weinkategorien

DOC / DOP

Portugal führt mit 31 kontrollierten Ursprungsbezeichnungen die Spitze der europäischen Weinhierarchie an. Zurzeit wird die klassische Bezeichnung DOC (Denominação de Origem Controlada) und die neue, einheitlich europäische Bezeichnung DOP (Denominação de Origem Protegida) in Portugal verwendet. Jede dieser Bezeichnungen hat ihre eigenen streng definierten geographischen Grenzen. Zu beachten ist, dass auf der Karte nur 29 DOC Gebiete verzeichnet sind, da zwei der Regionen, Douro und Porto sowie Madeira und Madeirense, deckungsgleich sind und zusammengefasst wurden. Die DOC-Bestimmungen schreiben des Weiteren die maximal zulässige Traubenproduktion und die zulässige Traubenvielfalt vor. Außerdem müssen alle Weine offiziell verkostet, geprüft und zugelassen werden. 

Vinho Regional (IG / IGP)

Das gesamte Land ist in 14 ‚regionale Weingebiete’ unterteilt. Weine aus diesen Gebieten werden seit vielen Jahren in Portugal als Vinho Regional klassifiziert. Seit kurzem hat die Europäische Union neue Titel für diese Weinkategorie eingeführt: „IG“, dies bedeutet so viel wie „Geographische Indikation“ bzw. „IGP“, „Geschützte Geographische Indikation“. Die meisten portugiesischen Regionen haben sich dafür entschieden, die alte Bezeichnung, VR, beizubehalten. Die Vorschriften für die Herstellung von Vinho Regional Weinen sind weniger streng als die Vorschriften zur Herstellung der DOC Weine. Trotz der flexibleren Richtlinien gibt es viele hochwertige Vinho Regional Weine. Das ist oft darauf zurückzuführen, dass viele der Winzer Rebsorten verwenden, die nicht, beziehungsweise nicht in der Kombination oder Menge, für die regionalen DOC Weine zulässig sind. Die flexibleren Vorschriften lassen den Winzern mehr Raum für Individualität, obwohl die Weine trotzdem gewisse Mindestkriterien in Bezug auf Traubenvielfalt, Mindestalkoholgehalt etc. erfüllen müssen.

Vinho (Tischweine)

Portugiesische Tischweine sind einfach in der Struktur und unterliegen nicht den strengen Vorgaben für Qualitäts- und Regionalweine. Aber selbst unter ihnen gibt es einige erstaunlich gute Weine. Diese stammen überwiegend von ambitionierten Winzern, die sich bewusst dazu entschieden haben, ihre Weine als Tischweine zu klassifizieren, um das strikte Regelwerk für Qualitätsweine zu umgehen.