Trás-os-Montes

Trás-os-Montes

Tras_Montes.jpgIm abgelegenen Nordosten von Portugal, durch Gebirgszüge von der Küste getrennt, befindet sich die wilde, hochgelegene Region Trás-os-Montes. Die Böden sind hier unfruchtbar, bestehen aus Granit und stellenweise Schiefer. Das ausgeprägte kontinentale Klima sorgt für heiße Sommer und lange, eisige Winter.

Der Weg nach Trás-os-Montes führt immer über die Berge. Daher auch der Name Trás-os-Montes, der übersetzt „Hinter den Bergen“ bedeutet. Einmal überwunden (heute relativ bequem mittels moderner Straßen), befindet man sich in einer der schönsten Regionen Portugals. Die Landschaft wechselt schnell: auf Moorland folgen Pinienwälder, üppig Täler treffen auf mit alten Olivenhainen bewachsene Hügel, hellgrüne Weinberge auf Obst- und Mandelbaumgärten, die von kleinen Bächen durchzogen werden.

Die Landschaft ist stets hügelig, die Höhenunterschiede variieren stark, wobei die höher gelegenen Ebenen den Weinstöcken kühle Nächte bieten. Während es im Norden eher etwas kühler ist, ist es im Süden der Region in den Sommermonaten unerträglich heiß. Schneereichen Wintern folgt häufig noch spät im Frühjahr Frost. Weine, die hier aus heißeren Anbaugebieten stammen, zeichnen sich oft durch ein kräftiges Aroma aus. Es gibt aber auch aromatische, trockene Weine und Schaumweine. Durch die verschiedenen Mikroklimata (abhängig von Höhenlage, Niederschlag, Temperatur, Bodenbeschaffenheit etc.) ist im Allgemeinen das Angebot an unterschiedlichsten Weinen sehr groß.


Subregionen

In der gesamten Region werden Landweine unter der Bezeichnung Vinho Regional Transmontano produziert. Drei unabhängige Teilgebiete der Region bilden zusammen die DOC Trás-os-Montes. Diese sind berechtigt, ihren Namen an den der DOC-Region anzuhängen (z.B. DOC Trás-os-Montes-Chaves).

Das ganz im Osten an der Grenze zu Spanien gelegene Hochplateau Planalto Mirandês steht für eher helle, harmonische Rotweine mit einem guten Alterungspotenzial und leichte, fruchtige Weißweine mit mineralischen Noten.

Valpaços, ein hügeliges, von vielen Strömen und Flüssen durchzogenes Plateau im Zentrum der Region, bringt leichte, fruchtige Rot- und Weißweine hervoro.

Das dritte Teilgebiet Chaves liegt im Nordwesten an der Grenze zu Spanien. In den Hanglagen kleiner Täler wachsen die Trauben für Rotweine mit mittlerem Körper und ebenfalls leichte, frisch-fruchtige Weißweine.

Die Böden hier sind zum großen Teil aus Granit und Schiefer.

Vergangenheit und Zukunft

Während es vor nur wenigen Jahren gerade mal eine Handvoll Weinanbaubetrieben gab, die ihre Weine selbst abfüllten, sind es heute schon mehr als 50. Ein Großteil der Kleinbetriebe liefert seine Trauben noch immer an Weinbaugenossenschaften ab. Als Antwort auf Subventionen der EU wurden zahlreiche Weinberge stillgelegt. In letzter Zeit setzt man sich hier aber vermehrt für moderne, qualitätsorientierte Neuanlage der Weinstöcke ein.

 


Weiße Hauptrebsorten:

  • Côdega de Larinho, Fernão Pires, Gouveio, Malvasia Fina, Rabigato, Síria and Viosinho.

Rote Hauptrebsorten :

  • Bastardo; Marufo; Tinta Roriz; Touriga Franca; Touriga Nacional and Trincadeira