Azores

Die Azoren 

Die Azoren bestehen aus neun Inseln Mitten im Atlantik – etwa auf einem Drittel der Stecke zwischen Lissabon und New Jersey.

Die kleine Inselgruppe, die auf dem selben Breitengrad wie Lissabon liegt, besticht durch ihre üppige, grüne Landschaft mit Vulkangipfeln und –seen, Schwefelgruben und Lavaströme. Ebenso spektakulär sind die historischen Weingärten. Die meisten Reben auf den Azoren wachen in kleine Parzellen, die von Mauren aus losem, schwarzem Vulkangestein umgeben sind und so Schutz vor Wind und Gischt bieten. 

Gepflanzt werden die Reben in Löchern und Spalten im Lavagestein. Die Rebanlagen der Insel Pico sind besonders beeindruckend und wurden sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.


Vergangenheit und Gegenwart

Weinreben werden auf den Azoren bereits seit Beginn des 16. Jahrhunderts angebaut, als die Eroberer die Inselgruppe als Hafen auf dem Weg in die Neue Welt nutzten. Seit dem 18. Jahrhundert sind die Süßweine der Azoren berühmt und geschätzt.

Im 19. Jahrhundert führten Rebkrankheiten dazu, dass viele Weinberge ganz aufgegeben, oder mit hybriden Rebstöcken neu bepflanzt wurden. Erst in den 80er und 90er Jahren pflanzte man wieder vermehrt gute Trauben wie etwa Verdelho.

Heute wird auf drei der Inseln Wein angebaut. Die kontrollierte Ursprungsbezeichnung DOC Graciosa nimmt fast die ganze, gleichnamige Insel ein. Hier entstehen in der lokalen Genossenschaft ausschließlich leichte Weißweine. Die beiden anderen DOC der Azoren sind ausschließlich für die Süßweinproduktion vorgesehen – die DOC Pico auf der gleichnamigen Insel und die DOC Bisciotos im Norden der Insel Terceira. Auf beiden Inseln produzieren kleine, private Erzeuger sowie die Genossenschaft in Pico auch gute Vinho Regional Weine, die dank des feuchten, moderaten Klimas meist frisch und spritzig sind.  Aus hybriden Sorten wird zudem der Vinho de cheiro, der „parfümierte Wein“, gekeltert, der  gerne von Einheimischen und nostalgischen Auswanderern in Nordamerika getrunken wird.


Weiße Hauptreborten: 

  • Verdelho, Arinto and Terrantez